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Fussball
Rückschlag für Fifa-Reformprozess

Fifa-Hauptsitz in Zürich: Es rumort einmal mehr hinter den Kulissen. (Bild: Keystone)

Ein Mitglied der Reformkommission des Fussball-Weltverbandes tritt zurück – und widerspricht zudem Aussagen des Basler Rechtsprofessors und Kommissionschefs Mark Pieth.

Von Jean François Tanda
am 22.04.2013

Der Reformprozess des Weltfussballverbandes Fifa erleidet einen zünftigen Rückschlag. Alexandra Wrage, Mitglied der elfköpfigen FIFA-Reformkommission (IGC) unter Leitung des Basler Rechtsprofessors Mark Pieth, ist von ihrem Amt zurückgetreten. Die Anwältin aus Kanada ist Gründerin und Präsidentin von «Trace», einer Non-Profit-Organisation, die auf Anti-Korruption spezialisiert ist.

Die Fifa selber wollte sich zum Rücktritt nicht äussern: «Wir geben dazu keinen Kommentar ab, das ist eine interne Sache des IGC», sagt Fifa-Mediendirektor Walter De Gregorio auf Anfrage.

An soliden Governance-Empfehlungen «uninteressiert»

Während Mark Pieth öffentlich verkündete, Wrage trete darum zurück, weil der Aufwand zu gross werde, sagte die ehemalige Fifa-Beraterin zu handelszeitung.ch: «Um einen Einfluss zu haben, müsste die Reformkommssion substantiell und nachhaltig arbeiten könnnen.» Diese Arbeit müsste von der Fifa-Führung willkommen geheissen und unterstützt werden.

Auf die Bemerkungen von Pieth angesprochen, sagt sie: «Es ist wahr, dass ich das nicht als Vollzeitjob machen kann. Aber ebenso wahr ist, dass die Fifa an pragmatischen, soliden Governance-Empfehlungen uninteressiert zu sein scheint. Daran wird sich nichts ändern, egal, wie sehr ich mich bemühe.»

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