Der deutsche Fussballclub Borussia Dortmund (BVB) hat über einen Rückzug von der Börse nachgedacht, hält diesen Schritt derzeit aber nicht für sinnvoll.

«Ein Delisting hätte durchaus Vorteile, würde aber bei unserem aktuellen Kurs von rund 3,50 Euro sehr teuer werden», sagte BVB-Geschäftführer Hans-Joachim Watzke dem Anlegermagazin «Euro am Sonntag».

«Deshalb belassen wir es bei der Notierung.» Watzke machte zugleich deutlich, dass die Aktie kein klassisches Börseninvestment ist. «Jeder BVB-Aktionär muss wissen, dass er in eine GmbH und Co. KG auf Aktien investiert», erläuterte er.

«Diese GmbH gehört zu 100 Prozent dem eingetragenen Verein. Und das typische Mitglied dieses Vereins möchte maximalen sportlichen Erfolg ohne Schulden - der interessiert sich nicht für Shareholder Value.»

100-jährigen Vereinsgeschichte

Die vergangene Saison war für den BVB aus wirtschaftlicher Sicht die beste in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Die Anteilseigner - darunter viele hartgesottene Anhänger des Clubs - sollen zehn Cent Dividende je Aktie bekommen. Im vergangenen Jahr waren es sechs Cent gewesen. Es war die erste Ausschüttung seit dem Börsengang im Jahr 2000.

Anzeige

Watzke sieht weiteres Wachstumspotenzial. Er setzt dem Vorabbericht zufolge auf steigende TV- und Sponsoreneinnahmen sowie Zusatzerträge, wenn der BVB wie geplant ab 2015 das Catering im heimischen Stadion in Eigenregie betreibt.

(sda/rcv)