Das Joint Venture zwischen Implenia und der russischen Immobilien-Entwicklungsgesellschaft Russian Land kommt bei den Investoren gut an. Nach dem Hauptaktionär Laxey Partners äussert sich auch der zweite Grossaktionär des Baukonzerns, Max Rössler, positiv zur Zusammenarbeit. «Die zu erwartenden höheren Gewinnmargen sind sehr erfreulich, auch wenn das Auslandsgeschäft anfangs noch klein sein wird», so Rössler, der über die Parmino Holding mit rund 11% an Implenia beteiligt ist. Dass dadurch ein weiterer ausländischer Investor am Baukonzern Interesse bekundet, stört ihn im Gegensatz zu den Avancen des englischen Hedge-Fonds nicht. «Mit Russian Land besteht ein Stillhalteabkommen. Zudem ist in diesem Fall die Strategie klar, während die Ziele von Laxey immer schleierhaft waren», sagt er.

Befreiungsschlag möglich

Mit dem starken Partner Russian Land könnte sich Implenia nun aus der Umklammerung des Finanzinvestors Laxey lösen, schliessen doch die Russen den Ausbau ihrer Beteiligung nicht aus. «Russian Land könnte den Aktien-block von Laxey übernehmen und würde vielleicht auch die 39 Fr. zahlen, die sie für ihre Beteiligung von 2,7% gezahlt haben. Russian Land würde aber wie Laxey nur zu einem kleinen Teil eingetragen», sagt Rössler.Auf seinen Entscheid an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 14. Dezember, welche die Aufhebung des Vinkulierungsartikels für ausländische Aktionäre beinhaltet, hat die Entwicklung bei Implenia für Rössler keinen Einfluss. «Ich werde dem Antrag nicht zustimmen», so der Grossaktionär. Sollte Russian Land nach Ablauf des Stillhalteabkommens ihre Position ausbauen wollen, müsste die Angelegenheit wohl nochmals aufs Tapet. «Bis dahin vergeht noch viel Zeit. Wer weiss, ob dann die Lex Koller noch in Kraft ist», gibt er zu bedenken.