Russlands hochverschuldete zweitgrösste Fluggesellschaft Transaero muss zum kommenden Montag (26.10.) den Betrieb einstellen. Die Lizenz werde entzogen, kündigte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija in Moskau an. Damit scheint auch ein Rettungsversuch durch das Konkurrenzunternehmen Sibir mit seiner Fluglinie S7 ins Leere zu laufen. Sibir hatte am Vorabend 51 Prozent der Transaero-Aktien übernommen.

Transaero hat umgerechnet 3,4 Milliarden Euro Schulden. Das Schicksal des Unternehmens werde nicht von den Aktionären, sondern von den Gläubigern entschieden, sagte Verkehrsminister Maxim Sokolow.

Sberbank gibt sich gesprächsbereit

Sberbank und Alfabank haben vor Gericht in St. Petersburg beantragt, das Unternehmen für insolvent zu erklären. Allerdings gab sich die Sberbank gegenüber den neuen Eignern gesprächsbereit.

Derzeit befördert der russische Branchenführer Aeroflot Zehntausende Transaero-Passagiere und will künftig einen Teil der Strecken und des Flugzeugparks übernehmen.

(awp/chb)