Griechische Passagiere können ihre Tickets ab sofort mit Bargeld am Schalter kaufen. Dies teilte die irische Fluggesellschaft Ryanair am Donnerstag mit. «Zahlungen von Kunden mit griechischen Bankkonten über ihre Kreditkarten auf unserer Webseite werden derzeit sehr häufig zurückgewiesen», so das Unternehmen in einer Stellungnahme.

«Ryanair hat deshalb die Möglichkeit geschaffen, dass griechische Kunden Tickets an ihrem Flughafen am Ryanair-Schalter in bar bezahlen können», schreibt die Fluggesellschaft weiter. Konkret können die Griechen ihre Tickets damit zurzeit nur noch bar bezahlen. Denn der Geldverkehr ins Ausland wurde von der Regierung am Anfang der Woche drastisch eingeschränkt.

Online-Händler müssen mit Einbussen rechnen

Überweisungen auf ausländische Konten müssen von einer Kommission innerhalb des Finanzministeriums genehmigt werden. Die Kommission werde nur Überweisungen erlauben, die in «öffentlichem oder sozialem Interesse» lägen, wurde bei der Einführung der Kapitalverkehrskontrollen am Montag gesagt. Mit den Massnahmen will die Regierung den Zusammenbruch des griechischen Bankensystems verhindern.

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Für Griechen ist es seither laut Medienberichten nicht mehr möglich auf Onlineportalen wie demjenigen von Ryanair einzukaufen. Betroffen sind etwa auch Amazon, Google, Apple und Facebook. Die Kontrollen werden zum echten Problem für Online-Versandhändler, Streamingportale und auch Fluggesellschaften, die ihre Verkäufe aus Steuergründen meist über Firmen in Luxemburg oder Irland abwickeln.