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Gripen
Saab triumphiert dank NSA-Affäre über Boeing

Die Spionagetätigkeit des US-Geheimdienstes NSA hat Boeing offenbar einen Milliarden-Auftrag der brasilianischen Luftwaffe verhagelt. Sie bestellt nun 36 Kampfjets des Typs Gripen bei Saab.

Veröffentlicht am 19.12.2013

Der brasiliansiche Verteidigungsminister Celso Amorim kündigte am Mittwoch überraschend an, sein Land werde 36 Kampfflugzeuge vom schwedischen Saab-Konzern für 4,5 Milliarden Dollar kaufen. Noch zu Jahresanfang galt das US-Unternehmen Boeing als aussichtsreichster Bieter. «Das NSA-Problem hat es den Amerikanern verdorben», sagte ein Regierungs-Insider. Brasilien sei zu dem Schluss gekommen, dass man einem US-Konzern nicht trauen könne.

Den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden zufolge zapfte der Geheimdienst die Telefongespräche und E-Mails von Präsidentin Dilma Rousseff an. Boeing nannte die Entscheidung in einer Erklärung enttäuschend. Man wolle jedoch weiter mit Brasilien im Verteidigungssektor zusammenarbeiten. Saab nahm zunächst nicht Stellung.

Auch Rafale und F/A-18 im Rennen

Um den Auftrag hatte sich auch der französische Konzern Dassault Aviation mit seinem Rafale beworben. Noch vergangene Woche machte sich der französische Präsident Francois Hollande bei einem Besuch in Brasilien für die Kampfflugzeuge stark. Boeing hatte seinerseits die F/A-18 Super Hornet gegen Saabs Gripen-NG-Maschinen ins Rennen geschickt.

(reuters/se/jev)

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