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Rüstung
Saab vergibt neuen Gripen-Auftrag in die Schweiz

Gripen: Im Mai wird über Riesenauftrag an Saab abgestimmt.   Keystone

Die Abstimnung über den Kauf des Gripen-Jets ist nah - da vergibt die Herstellerfirma Saab einen weiteren Auftrag in die Schweiz. Der schwedische Konzern lässt das Trägersystem von Ruag bauen.

Veröffentlicht am 03.03.2014

Kurz vor dem Entscheid des Stimmvolks über den Kauf der Gripen-Jets vergibt der schwedische Hersteller Saab einen weiteren Auftrag in die Schweiz. Der Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag wird für 15,5 Millionen Franken ein Trägersystem für den Jet entwickeln.

Wenn die Schweiz am 18. Mai dem Kauf der 22 schwedischen Kampfjets zustimmt, würde Ruag auch die Serienproduktion für das Trägersystem durchführen, wie Ruag und Saab am Montag bekanntgaben.

60 schwedische Jets bestückt

Das System würde für die gesamte Flotte des Models Gripen E in der Schweiz produziert – auch 60 schwedische Jets würden damit bestückt. Der Auftrag an die Ruag hat inklusive der 15,5 Millionen einen Gesamtwert von bis zu 68 Millionen Franken.

Lehnt das Stimmvolk den Kauf ab, habe Saab die Möglichkeit, die Serienproduktion der sogenannten Nutzlastaufhänger an ein anderes Unternehmen zu vergeben. Die Aufhängungen dienen als Träger von Waffen oder externen Treibstofftanks.

Milliardenaufträge für Schweizer Industrie

Der bundeseigene Konzern Ruag will für diesen Auftrag Zulieferer aus allen Landesteilen der Schweiz berücksichtigen. Er habe entsprechende Offerten unter anderem aus der Westschweiz und dem Tessin bereits eingeholt, heisst es in der Mitteilung.

Kauft die Schweiz den Gripen, werden Saab sowie die Gripen-Waffenhersteller Aufträge im Wert von 2,5 Milliarden Franken an die Schweizer Industrie vergeben. Saab hat bis Ende 2013 bereits Verträge mit Schweizer Unternehmen mit einem Wert von mehr als 300 Millionen Franken vermittelt, wie es in der Mitteilung des Konzerns heisst.

Der Bund rechnet für den Kauf des Gripen mit Kosten von rund 3,1 Milliarden Franken.

(sda/me)

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