Die geplante Übernahme des Brauereikonzerns SABMiller durch den Rivalen AB Inbev könnte am Widerstand der SABMiller-Führung scheitern. Chairman Jan du Plessis und das Management tendierten dazu, ein Angebot der weltweiten Nummer eins unter den Brauern abzulehnen, berichtet die Zeitung «New York Post» in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Insider.

Eine Übernahme werde alles andere als einfach und SAB sei bereit, zu kämpfen. Gleichzeitig wolle AB Inbev aber auch keinen feindlichen Vorstoss wagen und nur eine Offerte vorlegen, wenn SAB auch signalisiere, diese zu akzeptieren.

Zeit bis zum 14. Oktober

AB Inbev hatte Mitte September bekannt gemacht, den Branchenzweiten schlucken zu wollen. Der Konzern, zu dem Biermarken wie Beck's und Budweiser gehören, hat nun bis zum 14. Oktober Zeit, ein formelles Angebot vorzulegen. Analysten schätzen, dass dafür am Ende mehr als 100 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt werden müssten.

AB Inbev ist vor allem in Europa und Nordamerika stark vertreten, SAB Miller trumpft hingegen in vielen asiatischen Schwellenländern und in Lateinamerika auf. Diese Regionen kurbelten auch im zweiten Quartal das Wachstum der Briten an. Der Getränkeabsatz habe von Juli bis September um zwei Prozent zugelegt, teilte SABMiller am Dienstag mit. Die Stärke des US-Dollar führte jedoch unbereinigt dazu, dass der Umsatz in dem Zeitraum um neun Prozent fiel. Die Veröffentlichung der Kennzahlen wurde unter Verweis auf die Gespräche mit AB InBev vorgezogen.

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(awp/ise/ama)