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Millionenklage
Safra Sarasin in Dubai unter Druck

Safra Sarasin: Ungemach in Dubai. Keystone

In Dubai steht die Tochtergesellschaft von Safra Sarasin unter gehörigem Druck. Offenbar wurde der Betrieb bei den Scheichs wegen einer verlorenen Millionen-Klage eingestellt.

Veröffentlicht am 29.01.2016

Die Privatbank J. Safra Sarasin steht in Dubai wegen eines langwierigen Rechtsstreits offenbar unter Druck. Familieninvestoren werfen der dortigen Tochtergesellschaft vor, sie falsch beraten zu haben. Eine Berufung an einem Dubaier Gericht gegen eine Schadenersatzforderung über insgesamt 70 Millionen US-Dollar sei nun abgelehnt worden, heisst es in diversen Medienberichten.

Die Dubaier Tochter Sarasin-Alpen habe nun den Betrieb eingestellt, ist den Artikeln des Finanzportals Finews sowie der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) zu entnehmen. Ein Sprecher der J. Safra Sarasin in Basel wollte unter Verweis auf das laufende Verfahren keinen Kommentar abgeben.

Langer Rechtsstreit

Im November 2015 hatte laut den Angaben ein Dubaier Gericht die Schweizer Privatbank und ihre Dubaier Tochter je dazu verurteilt, der Familie Al-Khorafy eine Schadenersatzsumme von 35 Millionen Dollar - also insgesamt 70 Millionen US-Dollar - zu bezahlen. Werde die Tochterbank Sarasin-Alpen die 35 Millionen nicht bis zum 1. Februar hinterlegen, so drohe ihr nun die Liquidation, heisst es in den Berichten.

Der Rechtsstreit mit den reichen Investoren geht auf die Jahre 2007 und 2008 zurück. Damals hatten Berater der Sarasin-Alpen der Al-Khorafy-Familie zu Investitionen in strukturierte Produkte im Umfang von mehr als 200 Millionen US-Dollar geraten. Der Wert des Investments brach allerdings im Zuge der Finanzkrise zusammen. Das Dubaier Gericht befand im vergangenen Jahr, dass die Sarasin-Alpen ungeeignete Produkte an «naive Investoren» verkauft habe und deshalb Schadenersatz leisten müsse. Die Bank Sarasin war 2012 von der brasilianischen Safra übernommen worden.

(awp/chb)

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