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Telecom
Salt bestätigt seine Festnetz-Pläne

Salt: Will 104 Millionen Franken ins Festnetz investieren. Kestone

Bisher hat sich der Mobilfunkbetreiber Salt nie öffentlich zu seinen Festnetz-Plänen geäussert. In Unterlagen für Investoren werden diese jedoch angekündigt.

Von Michael Heim
am 29.03.2017

Wenn Salt-Chef Andreas Schönenberger nach den Plänen für Festnetzangebote gefragt wird, sagt er jeweils nicht viel. So ist das, seit die «Handelszeitung» im Februar berichtet hat, dass Salt bereits mit zahlreichen Glasfaser-Netzen handelseinig geworden ist – darunter etwa die Stadtwerke von Zürich oder Bern.

Anders kommuniziert Salt mit jenen, die der Firma Geld leihen. Im vertrau­lichen Geschäftsbericht zum Jahr 2016 bestätigt die Salt-Muttergesellschaft Matterhorn Telecom ihre Pläne: Man sei «im Prozess, die Grundlagen für die Lancierung eines Festnetz-Breitband­angebots zu legen», heisst es im Bericht, welcher der «Handelszeitung» vorliegt.

104 Millionen Investitionen

Ausriss aus dem Geschäftsbericht von Matterhorn TelecomSalt rechnet mit Investitionen von 104 Millionen Franken für ein «FTTH-Glasfaser-Angebot» (siehe Ausriss, für Vergrösserung anklicken). Hinzu kämen Kosten, die davon abhängig seien, was man mit den Stadtwerken aushandle. In einer Investoren-Präsentation über das dritte Quartal 2016 hält Salt fest: «FTTH-Verträge mit Schlüsselpartnern sind unterzeichnet.»

Die Unterlagen zeigen auch: Eigentümer Xavier Niel baut die frühere Orange grundlegend um. Sie wird zu einer «NJJ Company», wie es in ­Anlehnung an Niels französische Konzernmutter in einer der Präsentationen heisst. Die Schweizer Gesellschaft hat denn auch zahlreiche Dienstleistungen an Niel-Firmen ausgelagert, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

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