Der zweitgrösste deutsche Stahlhersteller Salzgitter wartet weiter auf bessere Zeiten. Auch im dritten Quartal blieb das Unternehmen tief in den roten Zahlen, wie es mitteilte. Vor Steuern stand ein Fehlbetrag von 64,3 Millionen Euro, nach 24,5 Millionen vor einem Jahr.

Der Umsatz ging von 2,64 Milliarden Euro auf 2,27 Milliarden zurück. Unter dem Strich stand ein Verlust von 67 Millionen Euro nach einem Minus von 25,7 Millionen vor einem Jahr. Der Konzern leidet seit langem unter dem hohen Preisdruck in der Branche. Mit einem Sparprogramm, dem 1'500 der 25'000 Stellen zum Opfer fallen, versucht der Konzern nun gegenzusteuern.

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Die bereits mehrfach gesenkte Prognose für das Jahr bestätigte der Vorstand nun. Offiziell rechnet er weiter mit einem Vorsteuerverlust in der Grössenordnung von 400 Millionen Euro. Darin sind die Kosten für das eingeleitete Sparprogramm noch nicht enthalten. Erste Belastungen dürften im vierten Quartal anfallen. Nach neun Monaten steht vor Steuern bereits ein Fehlbetrag von 363 Millionen Euro, was auch an hohen Abschreibungen aus dem zweiten Quartal liegt.

(awp/muv/aho)