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Hochfrequenzhandel
Sammelklage gegen US-Börsenbetreiber

Zwei Börsenhändler im Ring in New York.   Keystone

Gegen Dutzende amerikanische Börsenbetreiber, Brokerfirmen und Hochfrequenzhändler ist in New York eine Sammelklage eingereicht worden. Sie sollen den US-Wertpapiermarkt manipuliert zu haben.

Veröffentlicht am 19.04.2014

Betroffen sind etwa Handelsplätze der Betreiber Bats Global Markets, Chicago Board Options Exchange, Nasdaq OMX sowie die New Yorker Börse. Die Klage reichte am Freitag die Hauptstadt des Bundesstaates Rhode Island, Providence, bei einem Bundesgericht in Manhattan ein.

Mehrere Aufsichtsbehörden wie das Justizministerium in Washington oder die Börsenaufsicht SEC haben bereits angekündigt, die Branche zu überprüfen. Auch das im März veröffentlichte Sachbuch «Flash Boys: A Wall Street Revolt» hat die Aufmerksamkeit auf den Hochfrequenzhandel gelenkt.

In der jetzt eingereichten Klage heisst es, die Börsenbetreiber hätten sich des Betruges schuldig gemacht, um Märkte zu manipulieren. Dabei hätten sie mit Brokern und Hochfrequenzhändlern zusammengearbeitet und jährlich Milliardensummen eingestrichen.

Konkret sollen Hochfrequenzhändler bevorzugt Handelsdaten erhalten und dafür an Börsenbetreiber und Brokerhäuser Provisionen gezahlt haben. In der Klage werden etwa die Bank of America, JPMorgan Chase, Citigroup und Morgan Stanley genannt. Die betroffenen Firmen lehnten eine Stellungnahme ab oder reagierten nicht auf Anfragen.

«Gut für die Märkte»

Auch "Flash Boys"-Autor Michael Lewis wirft Hochfrequenzhändlern vor, den Markt zu manipulieren. Befürworter der Methode weisen dies zurück. Sie argumentieren, der Hochfrequenzhandel erhöhe die Liquidität und nutze damit den Märkten.

Hochfrequenzhändler kaufen und verkaufen Wertpapiere mit Hilfe von Algorithmen in Bruchteilen von Sekunden. Die Gewinne je Transaktion sind gering, summieren sich aber wegen der Vielzahl der Geschäfte zu grossen Summen.

(sda/tke)

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