Samsung legt nur wenige Monate nach dem Verkaufsstart seines Spitzen-Smartphones Galaxy S6 Edge mit einem verbesserten und grösseren Modell nach. Das Galaxy S6 Edge Plus soll in dem heiss umkämpften Markt vor allem mit mehr Funktionen für Video-Aufnahmen, einer besseren Audio-Wiedergabe und einer kürzeren Ladezeit punkten.

Zudem lassen sich am gebogenen Rand nun auch bis zu fünf häufig genutzte Apps ablegen. Das Gerät mit Googles aktuellem Android-System Lollipop (5.1) und einer Bildschirmdiagonale von nun 5,7 Zoll (5,1 Zoll beim Vorgängermodell) soll in der Schweiz am 4. September für 799 Franken in den Handel kommen.

 

Auch sein «Phablet» Galaxy Note - eine Kreuzung aus (Smart)-Phone und Tablet mit Bedienung per Stift - hat der Konzern aufgepeppt und kündigte als Nachfolgemodell das Galaxy Note 5 an. Das Gerät, das die gleiche Bildschirmgrösse wie das S6 Edge Plus hat, wird aber vorerst nur in Nordamerika und in asiatischen Schlüsselmärkten in den Handel kommen.

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Das Smartphone-Bezahlsystem Samsung Pay wird in Europa zunächst in Grossbritannien eingeführt. Mit dem System tritt Samsung gegen Apples Bezahldienst für das iPhone, Apple Pay, an. Als Partner hatte sich der südkoreanische Konzern den Karten-Dienstleister Mastercard gesichert, der unter anderem für die sichere Datenübertragung sorgen soll.

Schwächelnder Umsatz

Neben dem auch von Apple genutzten Funkstandard NFC für kontaktlose Datenübertragung wird zudem die Technologie der Firma LoopPay unterstützt. Samsung hatte sie Anfang des Jahres übernommen. Dabei werden die im Smartphone hinterlegten Daten von Kredit- oder Bankkarten aller Art drahtlos an die Kassensysteme der Händler übertragen.

Zuletzt war der Umsatz des Smartphone-Marktführers trotz des Starts seiner Spitzenmodelle um 7,3 Prozent auf 48,54 Billionen Won (37 Milliarden Euro) gesunken. Unter anderem Lieferprobleme beim Galaxy S6 Edge, das im April auf den Markt kam, drückten auf den Verkauf. Samsung hatte deutlich höhere Verkäufe bei der günstigeren Variante S6 als beim Edge-Modell erwartet und sich damit verschätzt. Der Gewinn fiel im Jahresvergleich um acht Prozent auf 5,75 Billionen Won.

(awp/dbe/ama)