Das Verhältnis zwischen Google und Samsung ist längst nicht so spannungsfrei, wie es den Anschein macht. Dies berichtet das  Wall Street Journal.

Diese Aussage mag etwas irritieren, wirken die beiden Unternehmen gegen aussen doch wie die besten Partner: Samsung ist dank Googles Android zum weltgrössten Handyhersteller aufgestiegen, Google profitiert von Samsungs gigantischer Marketing-Macht, welche Android zum weltweit verbreitetsten Smartphone-Betriebssystem gemacht hat. Darüber hinaus hat Samsung einen grossen Teil von Googles Nexus-Smartphones hergestellt.

Nun soll laut dem WSJ Android-Chef Andy Rubin bereits letzten Herbst intern vor einer zu grossen Macht von Samsung gewarnt haben, da sie zum Schaden von Google verwendet werden könnte. Der Grund dafür ist, dass inzwischen der grösste Teil aller mit Android laufenden Smartphones von Samsung stammen. Der Marktanteil von Herstellern wie Motorola, LG oder HTC tendiert immer stärker südwärts.

Google fürchtet anscheinend, dass Samsung die Muskeln speilen lassen könnte und die Vereinbarungen beider Konzerne neu aushandeln wolle. Das würde konkret bedeuten: Samsung will einen grösseren Anteil von Googles Mobile-Werbeumsatz. Der Mobile-Werbemarkt gilt schliesslich im Online-Bereich als der Markt mit grossem Zukunftspotential. Je dominanter die Position von Samsung bei den Android-Geräten wird, desto abhängiger wird Google von seinem Partner.

Nicht zuletzt aus diesem Grund trifft sich Google am Mobilfunkkongress in Barcelona mit Vertretern der andern Unternehmen. Google hofft dabei auf einen grossen Verkaufserfolg der neuen Android-Geräte von Samsung-Konkurrenten wie HTC oder LG.