Der Höhenflug des südkoreanischen Won und mangelnde Nachfrage nach Smartphones setzen dem Elektronikriesen Samsung zu. Der operative Gewinn sei im zweiten Quartal um 24,5 Prozent auf 7,2 Billionen Won (6,3 Milliarden Franken) eingebrochen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der Smartphone-Branchenprimus leidet unter der Konkurrenz chinesischer Billiganbieter, die in den wachstumsstarken Schwellenländern Boden gut machen. Der Won hatte in den vergangenen Wochen zum Dollar mehrere Sechs-Jahres-Hochs markiert – die Aufwertung macht exportorientierten Firmen aus Korea wie Samsung das Leben schwer.

Experten erwarten Preissenkungen

Im laufenden Vierteljahr setzt der Hersteller der «Galaxy»-Telefone seine Hoffnungen auf neue Telefone. Analysten fürchten allerdings, dass der Gewinn auch von Juli bis September sinken könnte, es wäre das vierte Quartal in Folge mit sinkenden Gewinnen.

Weiter könnte der US-Rivale Apple mit dem erwarteten Nachfolger seines iPhone 5 Samsung zusetzen. Ausserdem rechnen Experten damit, dass Samsung die Verkaufspreise für einfachere Smartphones senken muss, um Marktanteile zu verteidigen, was ebenfalls den Gewinn belasten würde.

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An der Börse in Seoul legten die Aktien von Samsung im Handelsverlauf auf ein Plus von zwei Prozent zu, nachdem sie in Erwartung schlechter Zahlen in den vergangen Tagen gesunken waren.

(sda/me)