Der Gewinn nach Steuern von Sanitas erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 2013 um 4,4 Prozent auf 101,5 Millionen Franken. Insbesondere Erträge aus den Kapitalanlagen liessen den Gewinn steigen. Die Prämieneinnahmen sanken dagegen leicht auf 2,481 Milliarden, nach 2,484 Milliarden im Vorjahr, wie die Sanitas Gruppe am Freitag mitteilte.

In der Zusatzversicherung wendete die Sanitas 2014 mehr Geld für die Versicherungen und den Versicherungsbetrieb auf, als sie durch die Prämien einnahm. Die Combined Ratio, die das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag misst, verschlechterte sich von 89,0 auf 113,8 Prozent. Die Krankenkasse erklärt diese starke Verschlechterung mit einem Einmaleffekt. Aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus sei der technische Zinssatz zum Schutz der Versicherten in der Zusatzversicherung von 3 auf 2 Prozent gesenkt worden, heisst es in der Mitteilung.

Eine «gewollte Punktlandung»

Das Unternehmen habe aus diesem Grund die Alterungsrückstellungen um 133,6 Millionen Franken erhöht. Ohne diesen Einmaleffekt betrug die Combined Ratio laut der Sanitas Gruppe 94,9 Prozent. Da die Grundversicherung gemäss Krankenversicherungsgesetz nicht profitorientiert ist, bezeichnete die Sanitas Gruppe die Combined Ratio von 100,4 Prozent als eine «gewollte Punktlandung».

Zufrieden zeigte sich die Sanitas auch mit der Entwicklung bei den Versichertenzahlen: Per Ende 2014 waren mit 824'000 Versicherten 1,3 Prozent mehr Personen bei der Sanitas versichert als vor einem Jahr. Die Anzahl der Zusatzversicherten in der Sanitas Gruppe stieg um über 7000 Personen. Diese Entwicklung sei in Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie verlaufen, die einen Fokus auf das Zusatzversicherungsgeschäft lege, schreibt Sanitas.

(awp/se)

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