Unter dem Druck westlicher Sanktionen hat Russlands grösster Ölkonzern Rosneft nach Medienangaben Regierungshilfe beantragt. Das Unternehmen habe unter anderem um Unterstützung zur Tilgung von umgerechnet 37 Milliarden Franken Schulden gebeten, berichtete die Zeitung «Wedomosti».

Vizeregierungschef Arkadi Dworkowitsch bestätigte den Antrag indirekt. «Die Ministerien wollen in den nächsten zwei Wochen entscheiden, ansonsten - kein Kommentar», sagte er am Donnerstag.

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Regierungschef sieht Rosneft-Hilfe skeptisch

«Wedomosti» zufolge sieht Regierungschef Dmitri Medwedew eine Hilfe skeptisch. Rosneft bekommt wegen internationaler Ukraine-Sanktionen gegen Russland derzeit kein Geld am Kapitalmarkt. Ob Rosneft tatsächlich nicht über flüssige Mittel verfügt, ist fraglich: Im abgelaufenen Quartal verdiente das Staatsunternehmen umgerechnet 4,43 Miliarden Franken. Ohne die Auswirkungen der Wechselkurse lag die Steigerung bei 88 Prozent, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.

(sda/moh)