Der Krankenkassenverband Santésuisse warnt die Bevölkerung vor «unseriösen» Maklern und Vermittlern, die derzeit Versicherte unter falschem Vorwand telefonisch behelligten. Besonders aus der Nordostschweiz seien diesbezügliche Beschwerden von Kunden eingegangen.

Die Anrufer nutzten gezielt den aktuellen Prämienstreit unter den Kantonen aus, erklärte Santésuisse via Communiqué. Gewisse Makler träten mit Bezeichnungen auf, die offiziellen Behördenstellen glichen. Auch verwendeten sie Namen, die eine Verbindung mit real existierenden Krankenkassen oder mit Santésuisse selbst vorgaukelten.

Mit dem verlockenden Argument bevorstehender Rückzahlungen von «zu viel bezahlten» Krankenkassenprämien gingen die Makler «auf Kundenfang», schreibt Santésuisse. Ob aber tatsächlich nachträgliche Prämienkorrekturen erfolgen werden, darüber befinde sich das Parlament derzeit erst in Beratungen.

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Santésuisse erwägt Strafanzeige

«Sollten im Laufe des Jahres Entscheide dazu fallen, werden die Krankenkassen die betroffenen Versicherten rechtzeitig informieren», teilte Santésuisse mit. Makler oder Vermittler spielten bei dieser Frage keine Rolle. Der Krankenkassenverband mahnt deshalb die Krankenversicherten in der Schweiz zur Vorsicht bei derartigen Telefonanrufen.

Gegen die sogenannten wilden Makler prüft Santésuisse die Einreichung einer Strafanzeige wegen allfälliger irreführender Verwendung des Namens Santésuisse.

(tno/jev/sda)