Das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera weist für das erste Halbjahr 2013 erneut einen Fehlbetrag aus, konnte das Ergebnis aber im Vergleich zum Vorjahr klar verbessern. Der Nettoverlust reduzierte sich auf 3,23 Millionen von 5,47 Millionen Franken im Vorjahr. Der Nettobarmittelverbrauch konnte um mehr als einen Drittel auf 4,71 Millionen Franken gesenkt werden.

Die liquiden Mittel schrumpften per Mitte Jahr weiter auf 7,57 Millionen Franken, nach 12,28 Millionen Ende 2012. Man habe im ersten Halbjahr die von den Aktionären gutgeheissene Strategie umgesetzt und wichtige Fortschritte im Hinblick auf die Produktpipeline erzielt, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Ausserdem würden aktiv strategische Alternativen geprüft.

Mit dem Medikament Catena wurde ein Umsatz von 1,1 Millionen Franken erzielt, nach 1,70 Millionen in der Vorjahresperiode erzielt. Der Grossteil der Verkäufe stammte dabei aus Kanada, wo das Produkt allerdings Ende April nach Angaben von Santhera freiwillig vom Markt genommen wurde.

Sondierungsgespräche laufen

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Das Management will sich laut Mitteilung weiterhin darauf konzentrieren, die notwendigen Finanzmittel zu sichern, damit das Unternehmen die nächsten regulatorischen und Entwicklungsmeilensteine erreichen könne. Es würden weiterhin Gespräche über eine Finanzierung, einen Zusammenschluss oder einen Verkauf gewisser Programme geführt, heisst es weiter. Bis heute konnte jedoch noch kein Abkommen unterzeichnet werden.

Operativ fokussiert Santhera auf drei Kernprogramme: den Zulassungsantrag bei der EMA für Raxone bei LHON, welchen das Unternehmen im ersten Quartal 2014 einreichen will, die Phase-III-Studie DELOS bei Duchenne-Muskeldystrophie, von der im zweiten Quartal 2014 die Resultate der ersten Patientengruppe vorliegen sollten, und die Zusammenarbeit mit dem NIH (US National Institutes of Health) bei der Entwicklung von Catena bei ppMS.