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SAP Schweiz wächst dreimal schneller als der Markt

Softwareriese SAP: Hoffnung auf mehr Umsatz mit Cloud-Anwendungen. (Bild: Keystone)

Die Schweizer SAP-Tochter ist im Geschäftsjahr 2013 um knapp neun Prozent gewachsen - und damit dreimal schneller als der Markt. Anders der Mutterkonzern in Deutschland.

Veröffentlicht am 21.01.2014

Die Schweizer Tochter des deutschen Unternehmenssoftwarekonzerns SAP ist im Geschäftsjahr 2013 stark gewachsen. Der Gesamtumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 795 Millionen Franken. Der reine Produktumsatz stieg um «fast 9 Prozent» auf rund 600 Millionen Franken, wie SAP Schweiz mitteilte.

SAP sei damit in der Schweiz rund dreimal schneller gewachsen als der Markt, heisst es im Communiqué des Unternehmens, das seit 30 Jahren in der Schweiz präsent ist. Auch das Neugeschäft mit Softwarelizenzen sei mit einer Umsatzsteigerung von fast 20 Prozent deutlich gewachsen, heisst es weiter.

Umsätze mit Cloud-Anwendungen verdoppelt

Ausgenommen stark entwickelt habe sich ausserdem das Geschäft mit Cloud-Anwendungen. «Die Umsatzerlöse konnten 2013 mehr als verdoppelt werden und bilden mittlerweile einen wichtigen Markt für SAP in der Schweiz», schreibt das Unternehmen, das hierzulande Ende Jahr 616 Personen beschäftigte.

SAP Schweiz erhielt im vergangenen Jahr ausserdem weitere Software-Aufträge von grossen Schweizer Unternehmen. Zu den Auftraggebern zählen die Migros, Emmi und die SBB. «2013 war für uns ein äusserst zufriedenstellendes Jahr. In allen wesentlichen Geschäftsfeldern konnten wir unsere Erwartungen erfüllen oder gar signifikant übertreffen», wird Stephan Sieber, Geschäftsführer von SAP Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

Weniger Wachstum im Gesamtkonzern

Während die Schweizer Tochter auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblickt, rechnet der deutsche Mutterkonzern für das laufende Jahr mit weniger Wachstum als im Vorjahr.

Allerdings werde das Unternehmen seine Umsätze mit Software, Mieteinnahmen und Dienstleistungen aus eigener Kraft steigern, sagte SAP-Co-Chef Bill McDermott laut einer Mitteilung. 2013 hatten SAP Übernahmen zu einem Plus von elf Prozent verholfen – Währungseffekte und andere Faktoren herausgerechnet.

20 Milliarden Euro mehr Umsatz bis 2015

Nun soll das Wachstum nur noch bei sechs bis acht Prozent liegen. An seinen mittelfristigen Umsatzplänen halte der Konzern fest, sagte McDermott. Bis 2015 will SAP mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz schaffen, 2017 sollen es mindestens 22 Milliarden Euro sein.

Sein Ziel einer Marge von 35 Prozent hat der Softwarekonzern allerdings auf 2017 verschoben. Grund sei das Cloud-Geschäft mit Software, die nicht mehr beim Kunden selbst, sondern auf zentralen leistungsfähigen Rechnern lagert und von dort abgerufen wird. SAP will diesen Geschäftsbereich weiter ausbauen. Eckdaten für 2013 hatte SAP bereits am 10. Januar vorgelegt. Der Gesamtumsatz stieg wegen starker Währungseffekte zwar nur um vier Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte aber um zehn Prozent auf 4,48 Milliarden Euro zu.

 

(sda/me/sim)

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