Europas grösster Softwarekonzern SAP hat 2012 ungeachtet eines Umsatzrekords unter dem Strich deutlich weniger verdient. Der Reingewinn ging im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zurück, wie der deutsche Konzern am Mittwoch mitteilte.

Bereits in der vergangenen Woche hatte SAP überraschend seine anderen Kennzahlen für 2012 mitgeteilt und dabei einen Umsatz von 16,2 Milliarden Euro vermeldet. Auch das Betriebsergebnis lag demnach bereits unter dem Vorjahreswert. SAP begründete das unter anderem mit fortgesetzten Investitionen sowie dem Ausbau der Vertriebsaktivitäten.

Ebenfalls am Mittwoch gab die Schweizer Tochter von SAP ihre Umsatzzahlen bekannt. Sie setzte 2012 akquisitionsbereinigt 732 Millionen Franken. und damit 6,2 Prozent mehr um als im Vorjahr. Der Umsatz mit Software und Software-bezogenen Dienstleistungen stieg übernahmebereinigt um 6,9 Prozent auf 550 Millionen Franken.

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Für 2013 erwartet der Konzern eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses. «Unsere Wachstumsdynamik hält weiter an und wir sind sehr gut aufgestellt, um unsere Ziele für das Jahr 2015 zu erreichen», sagten die beiden Vorstandssprecher Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe. Bis dahin will SAP einen Gesamtumsatz von 20 Milliarden Euro erzielen.

(tke/rcv/sda)