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Rechtsstreit
Sarasin: Etappensieg für deutschen Drogeriekönig

Logo von J. Safra Sarasin in Genf: Die Bank streitet mit Drogeriekönig Müller. Keystone

Die Klage des deutschen Drogeriekönigs Erwin Müller wird an dessen Wohnort Ulm und nicht in der Schweiz verhandelt. Das hat der deutsche Bundesgerichtshof abschliessend entschieden.

Von Seraina Gross
am 17.08.2016

Schlechte Nachrichten für die Basler Privatbank J. Safra Sarasin: Die Klage des deutschen Drogeriekönigs Erwin Müller wird an dessen Wohnort Ulm und nicht in der Schweiz verhandelt. Das hat der deutsche Bundesgerichtshof abschliessend entschieden. Die Bank bestätigte eine entsprechende Information der «Handelszeitung».

Der 84-jährige Selfmadeunternehmer Erwin Müller verklagt die heute zum Imperium der brasilianischen Unternehmerfamilie Safra gehörende Privatbank im Zusammenhang mit Anlagegeschäften rund um den Dividendenstichtag, sogenannten Cum/Ex-Geschäften, auf 50 Millionen Euro.

Kunden ausreichend aufgeklärt?

Zu klären ist die Frage, ob Sarasin seinen wohlhabenden deutschen Kunden ausreichend über die Risiken aufklärte – ein Punkt, bei dem das deutsche Recht höhere Massstäbe anlegt als das schweizerische. Zudem wird es darum gehen, ob der milliardenschwere Unternehmer als professioneller oder als privater Anleger zu betrachten sei und ob es zwischen der Bank und Müller zu einem Kapitalberatungsvertrag gekommen war.

Aus dem Schneider ist dagegen Eric G. Sarasin, der die Geschäfte mit Müller 2011 auf den Weg brachte. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen den inzwischen aus der Bank ausgeschiedenen Spross der Gründerfamilie Sarasin eingestellt.

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