Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat in ihrem verkürzten Geschäftsjahr wieder hohe Verluste eingeflogen. Das Unternehmen hofft aber nach radikalen Sparbeschlüssen auf Besserung.

Für die Monate Januar bis Oktober stand unter dem Strich ein Verlust von 985 Millionen schwedischen Kronen - das sind 114 Millionen Euro - nach einem Gewinn von 338 Millionen Kronen ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg von 35 Milliarden auf 36 Milliarden Kronen, wie die halbstaatliche SAS in Stockholm mitteilte.

Der seit Jahren angeschlagene Konzern hatte den Beschäftigten im November mit der Drohung einer möglichen Insolvenz Einkommensminderungen von bis zu 15 Prozent abgerungen. SAS-Chef Rickard Gustafson begründete die Verluste im abgelaufenen Geschäftsjahr mit hohen Kosten für die eingeleiteten Umstrukturierungen. Ohne Sonderausgaben sei ein bescheidener Vorsteuergewinn von 23 Millionen Kronen erreicht worden.

Gustafson hofft für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 wieder auf einen Gewinn vor Steuern. Das laufende Geschäftsquartal von November bis Januar werde allerdings «extrem schwach» ausfallen. Das Unternehmen stellt seine Rechnungslegungsperiode vom Kalenderjahr auf die Zeit vom 1. November bis 31. Oktober um.

(muv/aho/awp)