Laut Unterlagen, die der «Handelszeitung» vorliegen, laufen derzeit Betreibungen im Umfang von 6 Millionen Franken gegen das Formel-1-Team Sauber.

Sauber Motorsport hat Rechtsvorschlag gegen diese erhoben. Seit dem Sommer 2013 hat sich die Betreibungssumme deutlich erhöht. Damals forderten über 30 Gläubiger 1,2 Millionen Franken. Heute sind es rund ein Dutzend Gläubiger. Sauber kommentiert dies nicht: «Wir geben über finanzielle Angelegenheiten keine Auskunft», so ein Sprecher. 

«Wir sind immer auf Partnersuche.»

Derzeit ist in der Formel 1 vieles im Fluss. Mehrere Partnerschaften zwischen Teams und Motorenlieferanten sind auf dem Prüfstand. Das angeschlagene Lotus-Team könnte sich in die Arme von Renault retten. Red Bull spricht mit Ferrari über Motorenlieferungen. Neue Team-Konstellationen könnten für Sauber ein Fenster öffnen. Das Team bezieht seine Motoren von Ferrari. Es könnte auch 2016 mit diesem Setting weitergehen, so ein Sprecher. Aber: «Wir sind immer auf Partnersuche.» 

Ein Privat-Team wie Sauber, mit einem Budget von 80 bis 100 Millionen Dollar, hat es schwer, wenn es gegen Teams wie Mercedes oder Ferrari mit mehr Mitteln antritt. Ein Partner könnte Sauber helfen, die ­Lücke zu schliessen. Sportlich läuft es für Sauber ordentlich. Sauber-Pilot Marcus Ericsson fuhr kürzlich am Italien-GP zum dritten Mal in Serie in die Punkte. Ab dem Rennen in Singapur soll ein Aerodynamik-Update für vordere Plätze sorgen.

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