Die Formel-1-Teams Sauber und Force India haben sich laut «Spiegel» in Brüssel beschwert. Sie beklagen, dass die grossen Teams der Formel 1 die Strategie des Autozirkus bestimmen würden und die Preisgelder die Top-Teams bevorteile. Sauber beruft sich offenbar auf Artikel 102 des EU-Vertrags, wonach es verboten ist, dass Firmen eine marktbeherrschende Stellung gegenüber ihrer Konkurrenz ausnutzen.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone verteilt die Gelder und Boni an die Teams unterschiedlich nach Erfolgen in der Vergangenheit. Einige Zahlungen an die Topteams sind zudem nicht transparent aufgeschlüsselt. Sauber und Force India wollen einen feststehenden Schlüssel.

Sauber im Schwitzkasten

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager teilte mit, man ginge der Beschwerde nach. Das Team Sauber kämpft seit letzter Saison zunehmend mit finanziellen Problemen. Ein vielversprechender Investor nach dem anderen entpuppte sich im letzten Jahr als Luftnummer, der Rennstall wird seit längerem von Gläubigern betrieben.

(chb)