Mehr als 6000 Flüchtlinge rettete die italienische Küstenwache vergangene Woche an einem einzigen Tag aus dem Mittelmeer. Nun mischt sich Samih Sawiris in die Debatte ein. Er kritisiert die Politik der Europäer. «Niemand ist daran interessiert, das Problem nachhaltig zu lösen», sagt der ägyptische Milliardär und Andermatt-Investor im «Sonntagsblick».

Sawiris will Städte für Flüchtlinge im Nahen Osten bauen – und zählt dabei auf die Unterstützung der Schweiz. «Die meisten Flüchtlinge wären trotz Krieg lieber in Syrien oder in einem Nachbarland geblieben, damit sie eines Tages wieder in ihre Heimat zurückgehen können», sagt Sawiris.

«Nicht glücklich in Europa»

«Ermöglichen wir es diesen Leuten, in der Region zu leben. Aber die Europäer geben eher viel mehr Geld aus, schaffen sich grosse politische Probleme. Dabei sind die meisten Flüchtlinge nicht glücklich in Europa.»

Sawiris schlägt vor, in Ägypten eine Stadt zu bauen, in der auch Flüchtlinge aus der Schweiz leben könnten. Finanzieren sollte dies auch die Schweiz. Um sein Projekt umzusetzen, steht Sawiris in Kontakt mit Schweizer Politikern. Namen will er jedoch keine nennen, «die Gespräche sind im Moment noch vertraulich».

(gku)

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