Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat mit seinem Rückkaufangebot an die Inhaber der von der Schmolz+Bickenbach Luxembourg SA ausgegebenen Anleihe über 258 Millionen Euro zu 9,875 Prozent mit Laufzeit 2012 bis 2019 die Investoren kaum angesprochen. Bis zum Ablauf der Andienungsfrist am 8. November 2013 hätten Anleiheninhaber im Umfang von 1 Million Euro von dem Angebot Gebrauch gemacht, teilte Schmolz+Bickenbach mit.

Zum Rückkaufangebot war das Unternehmen gemäss den Ausgabebedingungen der Anleihe nach dem anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom 26. September 2013 erfolgten Kontrollwechsel im Aktionariat verpflichtet. Die Rückzahlung der angedienten Anleihen erfolgt am 15. November 2013.

Weiter wird Schmolz+Bickenbach 35 Prozent des ursprünglich ausgegebenen Nominalbetrags, inklusive der bereits angedienten Anteile, der Anleihe zum Preis von 109,875 Prozent zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurückkaufen. Dieser Rückkauf erfolgt zum 19. Dezember und wird wie angekündigt aus Mitteln der Kapitalerhöhung finanziert.

Moody's reduziert Ausfallsrisiko

Die Ratingagentur Moody's hat zudem das Kreditrating für die S+B-Gruppe nach abgeschlossener Überprüfung mit «B3» und dem Ausblick «stabil» bestätigt. Dabei habe sich die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Zahlungsausfall kommen könnte, reduziert und entsprechend sei das Default-Rating auf «B3-PD» von «Caa1-PD» angehoben worden, heisst es in der Mitteilung dazu.

Die Moody's-Analysten gehen davon aus, dass S+B mit den über eine Kapitalerhöhung eingenommenen 439 Millionen Franken ausstehende Schulden zurückbezahlen wird, was sich positiv auf die Kreditkennzahlen auswirke. Als weiteren positiven Faktor führen sie das Ende der Auseinandersetzung zwischen Aktionären und dem Verwaltungsrat an.

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