Beim finanziell angeschlagenen Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach (S+B) will offenbar auch der japanische Konzern Sumitomo einsteigen. «Die Gespräche mit Pieper und Sumitomo sind abgeschlossen, die Offerten liegen vor», zitiert die «Sonntagszeitung» einen Insider.

Bereits in der Vorwoche hatte das Blatt den Investor Michael Pieper als Kaufinteressenten genannt. Dem Bericht zufolge sei Sumitomo insbesondere an dem S+B-Geschäft mit Spezialstählen interessiert. S+B wiederum könne mit Sumitomo nach Asien expandieren.

Seit Wochen tobt im Vorfeld der Generalversammlung vom 28. Juni zwischen dem Management von S+B und dem grössten Aktionär, der deutschen Schmolz+Bickenbach GmbH & Co. KG, ein Machtkampf um die Höhe der geplanten Kapitalerhöhung, Sitze im Verwaltungsrat und den Einstieg von Investoren.

Die S+B KG hat mit der Investmentgesellschaft Renova des russischen Investors Viktor Vekselberg eine Übereinkunft geschlossen. Die S+B KG hält gut 40 Prozent am Aktienkapital, wobei gut 20 Prozent davon in einem Aktionärsbindungsvertrag mit dem weiteren Aktionär Gebuka Holding (G. Büttikofer) gebunden sind.

(tno/awp)