Die SBB haben 2012 zum ersten Mal seit langem wieder einen leichten Rückgang bei den Passagierzahlen hinnehmen müssen. Durchschnittlich wurden 967'000 Passagiere pro Tag befördert - rund 1 Prozent oder 10'000 Personen weniger als 2011, wie die SBB mitteilte.

Die stagnierende Verkehrsnachfrage ist laut SBB auf das anspruchsvolle Umfeld zurückzuführen. Zugesetzt haben dem Bahnunternehmen die schwächere Konjunktur, der hohe Frankenkurs, der Abbau von Industriekapazitäten sowie der Rückgang im Freizeit- und Tourismusverkehr.

Deutlich gestiegen ist das Konzernergebnis. Dieses kletterte wegen einmaliger Effekte und der Auflösung von Rückstellungen um 83,8 auf 422,5 Millionen Franken. Die verzinslichen Schulden konnten gesenkt werden, verharren aber weiterhin auf hohem Niveau.

Das Sorgenkind der SBB bleibt der Güterverkehr. Ingesamt transportierte SBB Cargo täglich rund 175'000 Tonnen Güter, das sind 20'000 weniger als im Vorjahr. Den Rückgang begründen die SBB mit der europaweiten Konjunkturschwäche sowie dem Abbau von Industriekapazitäten in der Schweiz, namentlich in der Papier- und Metallindustrie.

(tno/aho/awp)