Der Chef von SBB Cargo, Nicolas Perrin, rechnet 2014 mit schwarzen Zahlen. Es gebe keinen Grund zu klagen, sagte er in einem Interview der «Basler Zeitung» vom Samstag.

Das erste Semester sei sehr gut gelaufen. In der zweiten Jahreshälfte sei SBB Cargo auch gut unterwegs. «Aber wir spüren, dass in Europa die Konjunktur etwas schwächelt», sagte Perrin.

Streiks im Ausland und Hochwasser

Im November seien erschwerend die Streiks von Lokführern von anderen Bahnen in Belgien, Italien und Deutschland dazugekommen. Zudem hätten die Hochwasser im Tessin und in Italien den Betrieb teils stark eingeschränkt.

«Das trübt den Jahresabschluss etwas», sagte Perrin. Er gehe aber davon aus, dass es schwarze Zahlen geben werde. Bei SBB Cargo International sei das erste Halbjahr auch positiv gewesen, und das zweite Semester habe der beschriebenen Entwicklung entsprochen.

«Citylogistik» im Fokus

Auf die Frage, ob ein positives Ergebnis ein Novum für Cargo International wäre, sagte Perrin: «Ja das wäre das erste Mal. Es gibt also keinen Grund zu klagen. Was uns ein wenig Sorgen bereitet, ist die Konjunktur», sagte Perrin.

Für die Zukunft erwartet Perrin vor allem ein Wachstum bei Citylogistik, also der Belieferung in die grossen Zentren. Niemand wisse bereits, wie das aussehen werde, aber alle seien sich sicher, dass die Citylogistik kommen werde. Perrin sagte, er glaube daran, dass SBB Cargo in diesem Bereich langfristig Chancen haben werde.

(sda/gku)