Mit dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember kommen auf Zugpassagiere grosse Veränderungen zu. Vor allem im Grossraum Zürich und in der Westschweiz wird es viele Änderungen geben. Ab sofort sind die neuen Verbindungen abrufbar.

Über die Website und über die App können Passagiere ab sofort prüfen, was sich auf ihren häufig genutzten Routen ändern wird. Es sei sehr empfehlenswert, vor dem Fahrplanwechsel einen Blick in die neuen Verbindungen zu werfen, sagten die SBB-Verantwortlichen am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Zürich.

Vor allem Grossraum Zürich betroffen

Vor allem im Raum Zürich und in der Westschweiz wechseln in vielen Fällen die gewohnten Perrons und die Abfahrtszeiten. «Die Kunst am Fahrplanwechsel ist es nun, die Kunden darüber in Kenntnis zu setzen», sagte Jeannine Pilloud, Leiterin Personenverkehr. In den kommenden Wochen werde die SBB deshalb auf allen erdenklichen Kanälen informieren.

Geplant sind Flyer, Durchsagen, Werbungen, Newsletter und Informations-Stände. In den ersten Tagen nach dem Fahrplanwechsel werden zudem 350 Kundenbetreuerinnen und -betreuer verteilt über die ganze Schweiz an den Bahnhöfen im Einsatz stehen. Ob die Information bei den Passagieren tatsächlich angekommen ist, wird sich am 14. Dezember zeigen, dem ersten Werktag mit dem neuen Fahrplan. "Unsere Nagelprobe", sagte Pilloud.

Umfangreichster Fahrplanwechsel seit 2004

Der kommende Fahrplanwechsel ist der umfangreichste seit Einführung der «Bahn 2000» im Jahr 2004. Für den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ist es gar der grösste in seiner 25-jährigen Geschichte. Mit der Inbetriebnahme der Durchmesserlinie und der 4. Teilergänzung der S-Bahn werden künftig pro Tag 2200 Züge durch Zürich fahren - so viele wie noch nie.

Grosse Veränderungen gibt es auch in der Westschweiz, wo die Bauarbeiten für «Léman 2030» in Angriff genommen werden. Mit diesem Grossprojekt soll der Bahnverkehr in der Genferseeregion ausgebaut werden. Diese Arbeiten passieren zwar in der Westschweiz, wirken wegen der grossen Bedeutung der Ost-West-Achse aber landesweit. Nur die Nord-Süd-Verbindung erfährt mit dem neuen Fahrplan keine grossen Änderungen.

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Nicht alle Anliegen berücksichtigt

Mit dem Fahrplanwechsel wird das Fernverkehrsangebot um rund ein Prozent ausgebaut. Das Angebot im Regionalverkehr wächst um 3,3 Prozent, wobei hier vor allem der ZVV mehr Verbindungen anbietet. "Für sehr viele Passagiere bringt der neue Fahrplan grosse Vorteile", sagte Pilloud weiter. Aber natürlich habe man nicht auf alle Bedürfnisse eingehen können.

Sie habe zahlreiche E-Mails erhalten mit der Bitte, den Schnellzug XY doch bitte drei Minuten später abfahren zu lassen, damit man noch einen Kaffee holen könne. "Wir haben Verständnis für solche Anfragen, können aber leider nicht darauf Rücksicht nehmen."

(sda/dbe)