Benutzer des öffentlichen Verkehrs müssen im Dezember mit Tarifaufschlägen rechnen, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet. SBB-Chef Andreas Meyer liess diese Woche in mehreren Interviews offen, ob es im Dezember zu einem Tarifaufschlag kommt.

Doch über die Preise entscheiden nicht allein die SBB, sondern die im Verband öffentlicher Verkehr (VöV) zusammengeschlossenen Transportbetriebe. Und im Verband scheint klar: Preiserhöhungen sind unumgänglich. VöV-Direktor Ueli Stückelberger sagt zur «Schweiz am Sonntag»: «Eine generelle Nullrunde ist sehr unwahrscheinlich.»

Regelmässige, dafür weniger starke Erhöhungen

Angesetzt werden soll insbesondere bei den Abonnements. Das Halbtax-Abo kostet zurzeit 175 Franken für ein Jahr. Statt seltener, dafür happiger Aufschläge, wie in der Vergangenheit üblich, soll es künftig regelmässige, dafür weniger starke Erhöhungen geben. Ein Preisanstieg auf 185 oder gar 195 Franken scheint wahrscheinlich – entschieden wird im VöV bereits Ende April. Direktor Stückelberger sagt dazu nur: «Eine Preiserhöhung beim Halbtax ist kein Tabu.»

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Zu erwarten ist eine Preiserhöhung auch beim Generalabo, von dem 441'000 im Umlauf sind und das für die zweite Klasse zurzeit 3560 Franken kostet.

Um den öV attraktiver zu machen, ist zudem eine neue Ticketform in Planung: Das «saisonale Billett» soll eingeführt werden: «Die Fahrt aufs Jungfraujoch ist dann nicht mehr zu jeder Jahreszeit gleich teuer», sagt Stückelberger zur «Schweiz am Sonntag». Weitere Details will der VöV noch nicht verraten.

(vst)