Die SBB ist um einen mutmasslichen Millionenbetrag geschädigt worden. Bereits im Sommer 2012 hatte die Bahn drei Mitarbeiter fristlos entlassen und Strafanzeige gegen sie eingereicht. Sie werden verdächtigt, die Rechnungsstellung eines Lieferanten manipuliert zu haben.

Nach heutigem Erkenntnisstand gehe man davon aus, dass die SBB um einen Betrag im tiefen einstelligen Millionenbereich geschädigt worden sei, teilten die Bundesbahnen mit. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, informiere die SBB in Absprache mit der Bundesanwaltschaft (BA) erst jetzt. Das Strafverfahren bei der BA läuft schon seit mehreren Monaten.

Den drei ehemaligen Angestellten der Infrastruktur-Abteilung wird vorgeworfen, Vermögensdelikte begangen und sich unrechtmässig persönlich bereichert zu haben. So sollen sie mit Rechnungen, die auf falschen Arbeitsrapporten basierten, Geldbeträge erschwindelt haben.

Abklärungen laufen auch gegen einen weiteren SBB-Mitarbeiter. Zudem seien weitere Personen ausserhalb der SBB involviert, schreibt die Bahn. Die SBB nannte dazu keine Details.

Die SBB plant schärfere Kontrollen bei Bestellungen: Man sei zurzeit daran, ein neues elektronisches System für die Bestellungs- und Rechnungsfreigabe einzuführen, teilte sie mit. Damit würden die Transaktionen strikter kontrolliert und der Schutz gegen den Missbrauch erhöht. Das System werde schrittweise in allen Bereichen der SBB eingeführt.

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(tke/muv/sda)