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Zeitenwandel
SBB prophezeit das Ende des Lokführers

SBB-Lokführer: Die Zukunft des Berufsstands ist ungewiss. Keystone

Die zunehmende Automatisierung macht viele Jobs obsolet, vielleicht auch den des klassischen Lokführers. Das glaubt zumindest der Informatikchef der Bundesbahnen.

Veröffentlicht am 18.11.2015

Angesichts der Automatisierung der Bahn sieht die SBB das Ende der Lokführer kommen. «Ich glaube, irgendwann einmal wird es den Beruf des klassischen Lokführers, wie wir ihn heute haben, nicht mehr geben», sagte SBB-Informatikchef Peter Kummer an einer Telekomtagung.

Es werde vielleicht so wie bei den Piloten jemanden geben, der das System überwachen werde, sagte Kummer am Kolloquium des Telekomverbandes Asut und der Fachtagung der Schweizerischen Verkehrstelematik-Plattform (ITS-CH) in Bern. Wie die Automatisierung des Bahnsystems in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen werde, wisse er selber nicht. Aber die Automatisierung werde sehr stark zunehmen.

Supervisor für jeden Zug

«Wir werden immer mehr Möglichkeiten haben, den Zug direkt zu steuern», sagte Kummer. Es werde irgendwann einmal einen Supervisor für jeden Zug haben. «Ob der dann vorne in der Lok sitzt, kann ich nicht sagen.»

Bereits im nächsten Jahr werde die SBB einen neuen Reiseplaner lancieren. Dieser werde nicht nur über Züge informieren, sondern den Kunden von Tür zu Tür bringen über mehrere Verkehrsträger hinweg.

(awp/ise/chb)

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