Die SBB starten ein Sparpgrogramm, dabei helfen sollen externe Berater, berichtet die «Schweiz am Sonntag». Mit dem «Programm Gesamtsystemkosten» verfolgen die SBB das Ziel einer «nachhaltigen Reduktion der Gesamtkosten der SBB und die Überprüfung der Angebotskonzepte, um auch in Zukunft im Preis-Leistungsverhältnis mit anderen Mobilitätsträgern wettbewerbsfähig zu sein», wie es in der internen SBB-Kommunikation heisst.

Geleitet wird das Sparprogramm von Markus Geyer, der den Geschäftsbereich Projekte leitet und seit 2003 Mitglied der Geschäftsleitung von SBB Infrastruktur ist. Mit dem erfahrenen Geyer solle verhindert werden, dass «kontraproduktive Sparziele» aufgestellt würden, sagt SBB-Sprecher Reto Schärli der Zeitung. Es gehe darum, Doppelspurigkeiten abzubauen und sinnvolle Sparmöglichkeiten umzusetzen.

Sehr viele Ideen

Im Haus gebe es bereits sehr viele Ideen, der Beibezug von Beratungsunternehmen könne nun eine weitere Perspektive einbringen. Bei der Eisenbahner-Gewerkschaft SEV hält sich die Begeisterung in engen Grenzen. Sprecher Peter Moor sagt dem Blatt, ein ähnliches Projekt vor einigen Jahren habe «viel Unruhe» in das Unternehmen gebracht.

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Vom aktuellen Programm habe der SEV nur über die Ausschreibung erfahren. «Das ist etwas irritierend». Nächste Woche werde man das Projekt bei einem Gespräch mit den SBB zum Thema machen. Die SBB-Chefs befürchten, dass alternative Verkehrsträger in Zukunft immer effizienter werden und die Bahn gleichzeitig immer teurer wird. Ohne Gegenmassnahmen werde sich die Wettbewerbsfähigkeit des Bahnsystems weiter verschlechtern, heisst es in Unterlagen zum Sparprogramm.

(chb)