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Eisenbahn
SBB verteidigt vorerst Fernverkehrsmonopol

BLS gegen SBB: Entscheid in diesem Konkurrenzkampf ist noch nicht gefallen. Keystone

Der Bund verlängert die Konzession der SBB für den Fernverkehr um zwei Jahre. Ob das Monopol danach von der BLS durchbrochen wird, ist noch offen. Der Entscheid erfordere «zusätzliche Abklärungen».

Veröffentlicht am 23.10.2017

Der Bund verlängert die Fernverkehrskonzession der SBB um zwei Jahre. Den Entscheid, welche Fernverkehrslinien ab dem Fahrplanwechsel 2019 den konkurrierenden Bahnunternehmen SBB und BLS zugesprochen werden, will er bis Mitte 2018 kommunizieren.

Für den künftigen Betrieb des Eisenbahn-Fernverkehrs gingen beim Bundesamt für Verkehr (BAV) Konzessionsgesuche von SBB und BLS ein, die sich ab Fahrplanwechsel Ende 2019 konkurrenzieren, wie dieses am Montag mitteilte. Dies erfordere «zusätzliche Abklärungen und eine vertiefte Analyse.»

Unumstrittene Verlängerung

In einem ersten Schritt soll deshalb für die Jahre 2018 und 2019, für welche keine Konkurrenzierung vorliegt, die bestehende Fernverkehrskonzession der SBB verlängert werden. Das BAV will deshalb bis Mitte 2018 entscheiden, wem ab Fahrplanwechsel Ende 2019 welche Fernverkehrslinien zugesprochen werden.

Ein Grossteil der Fernverkehrskonzessionen läuft aber Ende 2017 ab, weshalb das BAV sie neu ausgeschrieben hatte. Die SBB hält derzeit das Monopol auf den Fernverkehrslinien in der Schweiz und möchte dieses verteidigen.

Fünf Strecken im Visier

Doch auch das BLS hat sich beim Bund um die Vergabe von Fernverkehrskonzessionen beworben. Sie möchte für Wettbewerb sorgen und der Staatsbahn fünf Linien abjagen.

(sda/gku)
 

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