Die SBB lässt sich die Sicherheit ihrer Passagiere und die Intaktheit ihrer Einrichtungen pro Jahr 60 Millionen Franken kosten. Die Bahn bezifferte damit erstmals ihre Sicherheitskosten, wie die Sendung «10vor10» von Schweizer Fernsehen SRF am Donnerstagabend meldete.

Dank der Massnahmen sind Tätlichkeiten gegen Personal und Passagiere 2014 um 14 Prozent zurückgegangen. Die SBB setzt in Bahnhöfen und Zügen über 8000 Videokameras ein, wie sie auf Veranlassung des Fernsehens errechnete.

Abschreckung durch Transportpolizei

Dazu kommen 120 Polizisten der Transportpolizei, welche Tag für Tag patrouillieren. Diese sind bewaffnet und tragen schusssichere Westen.
Jürg Monhart, der Kommandant der Transportpolizei, zeigte sich in der Sendung überzeugt, dass seine Truppe abschreckende Wirkung entfaltet. Ihre Präsenz auch tagsüber sorge ebenfalls in den Randzeiten für weniger Probleme.

Auch die Überwachung bringe sehr viel, sagte der Kommandant weiter. Das Videomaterial werde bei 3000 Straftaten jährlich ausgewertet. Das führt nach SBB-Angaben zu einer Aufklärungsrate von 80 Prozent.

(sda/me)

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