Die SBB hat Bilanz gezogen nach einem Jahr Umstellung auf den Swisspass. 1,9 Millionen Kunden haben das Angebot bisher gebucht, heisst es in der Mitteilung. 1,5 Millionen Kunden halten dabei ein Halbtax-Abo, der Rest ein Generalabonnement. Jede Woche kommen demnach 50'000 neue Kunden dazu.

Das Angebot des Swisspass soll schrittweise ausgebaut werden. Ab 2017 werden weitere Verbünde integriert, für die Abonnements über die Karte gebucht werden. Den Start machen voraussichtlich Anfang 2017 die Westschweizer Tarifverbünde «Unireso» im Kanton Genf und «mobilis» im Kanton Waadt. Aktuell können neben dem GA und Halbtax verschiedene Dienstleistungen über die Karte abgewickelt werden, etwa das Buchen von Mobility-Angeboten.

Automatische Vertragsverlängerung

Nicht länger möglich ist die Kombination des Halbtax mit einer Kreditkarte. Dafür mussten Kunden sich beim Swisspass an neue Bedingungen gewöhnen: Während sie zuvor das Abo aktiv verlängern mussten, müssen sie es jetzt fristgerecht kündigen. Verpassen sie den Zeitpunkt, verlängert sich das Abonnement automatisch. Diese Neuerung hatte für Kritik gesorgt.

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Auch heute äussern Konsumentenschützer ihren Unmut. «Ein um wenige Wochen verzögertes Weiterführen des Abonnements, beispielsweise wegen Ferien, wird verunmöglicht», merkt SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder an. Die SBB mache Kunden das Leben schwer. Darüber hinaus sei das Angebot nach wie vor lückenhaft: «Nicht verständlich ist weiter, dass SBB-Angebote wie Kinder- und Enkelkarte, Gleis 7, Velo- oder Hunde-GA nach wie vor nicht auf den Swisspass geladen werden können.»

(me/jfr)