25 Bewerber haben sich auf die offizielle Ausschreibung der Intendanz der Mailänder Oper gemeldet. Bis vergangenen Samstag konnten sich Interessenten für die Nachfolge des Franzosen Stephane Lissner ab 2015 melden. Sie reichten ihre Lebensläufe dem Aufsichtsrat der Scala unter der Leitung des Mailänder Bürgermeisters Giuliano Pisapia ein.

Der Verwaltungsrat kann aber auch in voller Autonomie Persönlichkeiten wählen, die sich nicht an der Ausschreibung beteiligen. Der Name von Lissners Nachfolger könnte möglicherweise bereits bei der Vorstellung des Saisonprogramms 2013-2014 am 23. Mai bekannt gegeben werden.

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Bonus reduziert

Am Tag davor findet die nächste Sitzung des Kuratoriums der Salzburger Festspiele statt. Das ist deshalb besonders pikant, da der Salzburger Festspielintendant Alexander Pereira Kontakte zur Scala bestätigte. Und nach Angaben der Tageszeitung «Corriere della Sera» gehört er weiterhin zu den Kandidaten für Lissners Nachfolge. Pereira war vor Salzburg jahrelang Chef des Zürcher Opernhauses.

Gute Chancen werden auch dem Intendanten der Amsterdamer Oper, Pierre Audi, und Sergio Escobar, amtierender Direktor des Mailänder Theaters Piccolo, eingeräumt. Lissner stellte dem Aufsichtsrat der Scala die Bilanz 2012 vor, die zum achten Jahr in Folge ausgeglichen war. Der Intendant kürzte sich seinen Jahresbonus von 120'000 auf 50'000 Euro, berichtete «Corriere della Sera».

(se/sda)