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Scharfe Töne zwischen GM und Opel

Auch für die Angestellten im Opel-Werk Bochum könnte die Lage ungemütlich werden. (Bild: Keystone)

Opel reisst nach wie vor finanzielle Löcher in die Bilanz von General Motors - dort will man nicht länger zusehen.

Veröffentlicht am 14.05.2012

Opel liegt dem Mutterkonzern General Motors (GM) nach wie vor schwer auf dem Magen. Jetzt verschärft sich der Ton, wie das Nachrichten-Magazin «Spiegel Online» berichtet. «Wir bezahlen doch nicht unsere eigene Beerdigung», wird GM-Europa-Chef Karl-Friedrich Stracke zitiert.

Im Klartext: Auch Werksschliessungen scheinen aktueller denn je. Dagegen setzt man sich am Standort Rüsselsheim zur Wehr: Heute haben im Rahmen einer Betriebsversammlung auch die Ministerpräsidenten Volker Bouffier (Hessen) und Kurt Beck (Rheinland-Pfalz) ihr Kommen angekündigt.

«Wir müssen viele Einzelmassnahmen umsetzen, um Opel so schnell wie möglich wieder profitabel zu machen», so Stracke. Dazu gehörten auch «unpopuläre Massnahmen».

Die Spielregeln sind klar: Jedes Werk, dass die Umstrukturierung überlebe, müsse genügend Fahrzeuge produzieren, um einen 24-Stunden-Betrieb über drei Schichten sicherstellen zu können. Aktuell seien gemäss Bericht die GM-Werke in Europa nur zu 65 Prozent ausgelastet - ab 80 Prozent arbeiteten sie profitabel.

Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug konterte: «Lohnverzicht ist die primitivste Form der Einsparung.» Deshalb wolle er die GM-Führung weiterhin zu Investitionen in den Export animieren.

(vst/laf)

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