Opel liegt dem Mutterkonzern General Motors (GM) nach wie vor schwer auf dem Magen. Jetzt verschärft sich der Ton, wie das Nachrichten-Magazin «Spiegel Online» berichtet. «Wir bezahlen doch nicht unsere eigene Beerdigung», wird GM-Europa-Chef Karl-Friedrich Stracke zitiert.

Im Klartext: Auch Werksschliessungen scheinen aktueller denn je. Dagegen setzt man sich am Standort Rüsselsheim zur Wehr: Heute haben im Rahmen einer Betriebsversammlung auch die Ministerpräsidenten Volker Bouffier (Hessen) und Kurt Beck (Rheinland-Pfalz) ihr Kommen angekündigt.

«Wir müssen viele Einzelmassnahmen umsetzen, um Opel so schnell wie möglich wieder profitabel zu machen», so Stracke. Dazu gehörten auch «unpopuläre Massnahmen».

Die Spielregeln sind klar: Jedes Werk, dass die Umstrukturierung überlebe, müsse genügend Fahrzeuge produzieren, um einen 24-Stunden-Betrieb über drei Schichten sicherstellen zu können. Aktuell seien gemäss Bericht die GM-Werke in Europa nur zu 65 Prozent ausgelastet - ab 80 Prozent arbeiteten sie profitabel.

Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug konterte: «Lohnverzicht ist die primitivste Form der Einsparung.» Deshalb wolle er die GM-Führung weiterhin zu Investitionen in den Export animieren.

(vst/laf)