Schiffsstrandungen verursachen weltweit vor Feuer und Flugzeugunglücken die höchsten Versicherungsschäden bei Unternehmen. Als schadenanfälligste Branche erwies sich in der Untersuchung die Öl- und Gasindustrie.

Im Jahr 2013 beliefen sich die Gesamtkosten der 20 grössten Schäden ohne Naturkatastrophen auf etwa 5,9 Milliarden Euro. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Report des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty hervor.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Öl- und Gassektor schenkt ein

1,9 Millionen Euro beträgt die durchschnittliche Schadenhöhe von 11'000 untersuchten Grossschäden aus 148 Ländern zwischen 2009 und 2013. Im Öl- und Gassektor fällt die durchschnittliche Schadenhöhe allerdings mit 20,8 Millionen Euro fast zehnmal so hoch aus.

Schäden aus dieser Branche machen 40 Prozent der Gesamtschadensumme aus, die Hauptursache sind meist Feuer und Explosionen. Im laufenden Jahr richtete etwa ein Feuer in einer sibirischen Raffinerie einen geschätzten Schaden von 586 Millionen Euro an.

Folgekosten sind teurer als Schäden selbst

Neben den konkreten Risiken wie Feuerschäden gewinnen gemäss der Studie immaterielle Risiken wie beispielsweise Lieferkettenunterbrechungen an Gewicht. Folgekosten von Sachschäden in Form von Betriebsunterbrechungen übersteigen mit einer durchschnittlichen Höhe von 997'602 Euro inzwischen die eigentlichen Sachschäden um 32 Prozent.

(sda/gku)