Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in den ersten neun Monaten 2018 mehr umgesetzt und den Gewinn gegenüber dem Vorjahr klar gesteigert. Alle Regionen konnten zulegen, wobei Amerika am stärksten wuchs. Operative Verbesserungen hätten steigende Rohmaterialkosten kompensieren können.

Der Auftragseingang stieg um 7,1 Prozent auf 8,65 Milliarden Franken. Der Umsatz erhöhte sich um 7,9 Prozent auf 7,94 Milliarden, wie Schindler am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein um 15,1 Prozent höherer Konzerngewinn von 746 Millionen Franken.

Angetrieben wurde die Nachfrage insbesondere durch den höheren Auftragseingang in der Region Amerika. Dort erzielte Schindler das höchste Wachstum, gefolgt von den Regionen EMEA und Asien-Pazifik. Der Anteil an Grossprojekten habe sich im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich erhöht, erklärte Schindler.

Ziele bestätigt

Auf Stufe Betriebsergebnis hätten weitere operative Fortschritte den anhaltenden Preisdruck sowie gestiegene Rohmaterialkosten kompensieren können. Negative Währungseinflüsse drückten den EBIT zudem um rund 10 Millionen Franken. Auf Stufe Konzerngewinn trug die bereits angekündigte Einigung über die Besteuerung von Schindler zum stärkeren Plus bei. Vor Steuerrückzahlung betrug das Plus 6,6 Prozent.

Die Zahlen des dritten Quartals zeigen allerdings eine Abschwächung des Wachstums in Vergleich zum ersten Halbjahr. Hier betrug das Wachstum beim Auftragseingang 1,7 Prozent und beim Umsatz 3,6 Prozent.

An den Zielen für das Gesamtjahr hält die Gruppe dennoch fest: Schindler geht für 2018 weiter von einem Umsatzwachstum (in Lokalwährungen gerechnet) von 5 bis 7 Prozent aus. Und beim Konzerngewinn wird weiterhin ein Wert in der Bandbreite von 960 Millionen bis 1,01 Milliarden Franken angepeilt. Das Management erwartet, dass sich die in den letzten neun Monaten beobachteten Markttrends fortsetzen werden.

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(sda/ise/gku)