Schindler hat im ersten Quartal insbesondere aufgrund des Neuanlagengeschäfts in den Wachstumsmärkten einen Anstieg bei Auftragseingang, Umsatz und Gewinn erzielt. Die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr wird bekräftigt, auch wenn die Zahlen leicht unter den Erwartungen geblieben seien.

Der Auftragseingang fiel mit 2,36 Milliarden Franken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,5 Prozent höher aus, wie der Aufzug- und Rollreppenhersteller mitteilt. Die Betriebsleistung wuchs um 4 Prozent auf 1,98 Milliarden Franken. In Lokalwährungen betrugen die entsprechenden Veränderungen beim Bestellungseingang +7,5 Prozent beziehungsweise +4,2 Prozent beim Umsatz

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit auf Konzernebene verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 217 Millionen Franken. Die entsprechende Marge sank auf 11 von 11,2 Prozent im Vorjahresquartal. Seit Beginn des Berichtsjahres wird der Ebit des Kerngeschäfts E&E (Escalators & Elevators) nur noch im Jahres- und Halbjahresbericht gesondert ausgewiesen. Der Konzerngewinn erreichte 166 Millionen Franken und übertraf damit die Vorjahresperiode um 6,4 Prozent.

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Damit hat Schindler die Erwartungen der Analysten bei Umsatz, Ebit und Reingewinn unterschritten, beim Auftragseingang jedoch übertroffen. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 2,31 Milliarden Franken und für den Umsatz bei 2,03 Milliarden. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit für die Gruppe wurde auf 235 Millionen Franken geschätzt und der Reingewinn auf 174 Millionen.

Anhaltender Druck

Der anhaltende Preis- und Kostendruck habe das Plus beim Betriebsergebnis gemindert, hiess es. Das grössere Wachstum im Neuanlagengeschäft habe zu einer geringeren Marge geführt. Der Auftragseingang wird indes als «erfreulich» bezeichnet.

Trotz der sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Regionen konnte das Wachstum des Auftragseingangs auf hohem Niveau gehalten werden. Das stärkste Plus verzeichnete die Region Asien/Pazifik, gefolgt von Nord-, Mittel- und Südamerika.

Demgegenüber resultierte in Europa ein leichter Rückgang, wie Schindler weiter schreibt. Verzögerungen und Verschiebungen von Neuanlagen- und Modernisierungsprojekten hätten hier in verschiedenen Märkten zu einer Verflachung der Umsatzentwicklung geführt.

Auftragsbestand gestiegen

Der Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber Ende 2012 um 11 Prozent auf 7,84 Milliarden Franken. In Landeswährung betrug das Plus den Angaben zufolge 7,9 Prozent. Die Anzahl der Mitarbeitenden wuchs im Verlauf der vergangenen drei Monate um 0,9 Prozent auf 45'659 Personen.

Obwohl das erste Quartal 2013 leicht unter den Erwartungen geblieben sei, bekräftigt das Unternehmen seine bisherig Prognose für das Gesamtjahr. Schindler rechnet weiter mit einem Umsatzanstieg in Landeswährung um 6 Prozent und einem Konzerngewinn von 740 bis 790 Millionen Franken.

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(tno/aho/awp)