Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in den ersten neun Monaten 2015 beim Auftragseingang stagniert und etwas mehr Umsatz erzielt. Der Auftragseingang nahm leicht um 0,7 Prozent auf 7,36 Milliarden Franken ab, der Umsatz hingegen um 2,2 Prozent auf 6,80 Milliarden Franken zu. Ohne Wechselkurseffekte hätte der Konzern allerdings deutlich bessere Werte ausweisen können: In Lokalwährungen betrug das Wachstum bei den Bestellungen 3,9 Prozent und beim Umsatz sogar 7,3 Prozent, wie Schindler am Freitag mitteilt.

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit kam bei 725 Millionen Franken zu liegen und damit 19 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die entsprechende Marge nahm auf 10,7 Prozent von 13,5 Prozent ab. Der Konzerngewinn wird mit 553 Millionen nach 703 Millionen Franken ausgewiesen.

Verzerrter Vergleich

Der Vorjahresvergleich ist allerdings verzerrt, weil damals Sondergewinne aus Neubewertungen und Veräusserungen anfielen. Auf vergleichbarer Basis seien der Ebit um 7,7 Prozent und der Reingewinn um 5,7 Prozent gestiegen, teilt Schindler weiter mit. In Lokalwährungen hätte beim bereinigten Ebit sogar ein stolzes Plus von 17 Prozent resultiert.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten in etwa erfüllt. Die Experten hatten gemessen am AWP-Konsens mit einem Auftragseingang von 7,40 Milliarden, einem Umsatz von 6,83 Milliarden, einem Ebit von 724 Millionen und einem Reingewinn von 547 Millionen Franken gerechnet.

«Ziele erreicht»

«Wir haben unsere Zielsetzungen erreicht, den Auftragseingang, Umsatz und Konzerngewinn in Lokalwährungen weiter zu steigern, dies trotz deutlichen Gegenwinds in einigen Märkten», lässt sich CEO Silvio Napoli in der Mitteilung zitieren. Dies bestätige, dass die Umsetzung der Wachstumsstrategie auf Kurs sei.

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Im Gesamtjahr 2015 peilt das Management unverändert ein Umsatzplus in Lokalwährungen von 6 Prozent bis 8 Prozent an. Der Konzerngewinn soll bei 700 bis 750 Millionen Franken zu liegen kommen. Es sei damit zu rechnen, dass der globale Lift- und Rolltreppenmarkt in diesem Jahr kein Wachstum aufweisen werde, heisst es ausserdem.

(awp/ise/dbe)