In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht eines Kongressunterausschusses heisst es, die Kontrolleure hätten die Probleme aber nicht verstanden oder darüber hinweggesehen. Die Warnsignale seien nicht erkannt worden. In der Aufsichtsbehörde herrschten demnach ähnliche Probleme wie bei dem Autobauer. Dazu zählten ein schlechter Informationsaustausch und erhebliche Unkenntnis der Fahrzeuge. «Sowohl GM als auch die NHTSA hätten handeln müssen. Beide haben schuld an diesem Sicherheitsversagen», sagte der Kongressabgeordnete Tim Murphy.

GM-Ingenieure hatten etwa ein Jahrzehnt lang Anzeichen für Mängel bei Millionen von Autos ignoriert. Die Zündschlüssel konnten bei voller Fahrt in die Aus-Position zurückspringen. Der Skandal hatte die GM-Chefin Mary Barra dazu veranlasst, Fahrzeuge des Konzerns systematisch auf Fehler hin zu untersuchen. Massenrückrufe sind an der Tagesordnung.

Mindestens 19 Menschen gestorben

Erst zum Wochenauftakt hatte GM einräumen müssen, dass die mangelhaften Zündschlösser mindestens 19 Menschen das Leben gekostet haben und es mit grosser Sicherheit noch mehr Opfer gibt.

(sda/se)