Lehman-Geschädigte in Deutschland haben vor dem Bundesgerichtshof (BGH) eine Schlappe erlitten. Das Gericht in Karlsruhe wies die Klagen zweier Privatanleger gegen die Hamburger Sparkasse auf Schadensersatz ab.

Die Bank habe keine Fehler bei der Beratung gemacht, als sie den Kunden Lehman-Zertifikate verkauft habe, erklärte der Vorsitzende Richter des Elften Zivilsenats. Weder habe die Sparkasse die Risiken der Anlage verschleiert noch sei sie verpflichtet gewesen, über ihre eigenen Gewinnmargen aufzuklären.

Die Anleger hatten zu je 10'000 Euro Papiere der US-Investmentbank Lehman Brothers erworben, bevor diese im September 2008 zusammenbrach. Ihre Inhaberschuldverschreibungen wurden mit der Insolvenz wertlos.

Es war das erste Mal, dass sich der BGH mit den juristischen Folgen der Lehman-Pleite befasste. Gerade bei der Aufklärung über die Gewinnmargen hatten sich die Finanzbranche und andere Gerichte ein Grundsatzurteil erhofft.

(tno/sda)