Der Schweissanlagen- und Webmaschinenhersteller Schlatter baut in Schlieren ZH mehr Stellen ab, als ursprünglich angekündigt. Statt 60 bis 65 fallen nun 100 Stellen weg, wie das Unternehmen bekannt gab. Grund ist die Krise im Euroraum und die Frankenstärke.

Im ersten Halbjahr 2012 fiel mit einem Defizit von 12,6 Millionen Franken ein mehr als viermal höherer Verlust an als in der Vorjahresperiode. 6,7 Millionen davon sind eine einmalige Abwertung, welche den Verlust vor Steuern und Zinsen erhöhte. Vor dieser Sonderbelastung belief sich der Verlust auf Ebit-Stufe auf 5,3 Millionen Franken nach 3 Millionen im Vorjahr.

Der Bestellungseingang der Schlatter-Gruppe belief sich auf 67,7 Millionen Franken nach 73,9 Millionen im ersten Halbjahr 2011. Dank des Auftragsbestandes vom Vorjahr stieg der Umsatz um gut 4 Millionen auf 60,7 Millionen Franken.

Die Konzernsparten Weben und Draht entwickelten sich unterschiedlich. Während die Sparte Weben wuchs, kämpfte die umsatzstarke Sparte Draht wegen des starken Frankens mit erheblichen Volumeneinbussen und rückläufigen Margen.

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Aufgrund der Unsicherheiten im Euroraum stehen die Kunden aus der stahlverarbeitenden Industrie und besonders im Bereich Armierungsgitter auf der Bremse. Entsprechend wuchsen branchenweit die Überkapazitäten. Da die Kosten bei Schlatter überwiegend in Franken anfallen, entstehen dem Unternehmen seinen Angaben zufolge schwere Konkurrenznachteile im Preiskampf.

(rcv/muv/sda)