Der Anlagenbauer Schlatter hat im Geschäftsjahr 2013 sowohl bei Betriebs- als auch Reinergebnis den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Der EBIT stieg auf 0,6 Millionen Franken nach einem Verlust von 22,0 Millionen im Vorjahr, wie der Anlagenbauer für die Bereiche Widerstandsschweissen und Drahtweben mitteilt.

Unter dem Strich resultierte ein kleiner Gewinn von 20'000 Franken, nach einem Fehlbetrag von 22,4 Millionen im Vorjahr.
Schlatter hatte im Januar einen positiven EBIT und ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt. Auf eine Dividende wird erneut verzichtet.

Gesunkene Nachfrage in China

Bekannt war bereits der Umsatz. Er sank um 16 Prozent auf 96,9 Millionen Franken, der Bestellungseingang ging um knapp 20 Prozent auf 84,0 Millionen sogar noch deutlicher zurück. Der Auftragsbestand lag per Ende Jahr noch bei 27,1 Millionen Franken, verglichen mit 41,6 Millionen Ende Juni.

Die erwartete Abkühlung der Nachfrage nach Webanlagen für die Papierindustrie in China sowie für Schienenschweissanlagen sei im Berichtsjahr eingetreten, heisst es weiter. Im Segment Weben dürften einige grosse Kunden Ersatzinvestitionen tätigen, ihre Kapazitäten aber nicht bedeutend ausbauen.

Im Produktbereich Schienenschweissen erwartet Schlatter eine konstante Nachfrage, wobei die chinesische Regierung ihre Projekte für den Bau von Hochgeschwindigkeits-Zuglinien teilweise redimensioniert habe. Einen «bedeutenden» Anteil zum Nettoerlös habe das Geschäft mit Ersatzteilen und Servicedienstleistungen beigesteuert, so das Unternehmen.

Anzeige

Marktumfeld weiter schwierig

Schlatter hat das Geschäft der Gruppe redimensioniert und einzelne Geschäftsfelder wie das Neuanlagengeschäft für Radiatoren aufgegeben. Zudem sei das Marktumfeld weiter schwierig, wobei sich die Investitionsbereitschaft der Kunden im zweiten Semester abgekühlt habe, wie es weiter heisst.

Für das erste Halbjahr 2014 rechnet Schlatter aufgrund des tiefen Auftragsbestands per Jahresende mit einem erneuten Verlust. Für das Geschäftsjahr insgesamt geht das Management jedoch von einem positiven Ergebnis aus. Langfristig habe sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, ihren Nettoerlös langfristig wieder substanziell zu steigern, damit das operative Ergebnis weiter verbessert werden kann.

(awp/dbe)