1. Home
  2. Unternehmen
  3. Schlatter: Weniger Umsatz, mehr Verlust

Halbjahreszahlen
Schlatter: Weniger Umsatz, mehr Verlust

Keystone

Die Anlagenbauer der Schlatter Gruppe kämpfen mit den Auswirkungen des starken Frankens. Die Zahlen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fielen schlechter aus, als im Vorjahresvergleich.

Veröffentlicht am 21.08.2015

Die Schlatter Gruppe hat im ersten Halbjahr einen Rückgang im Umsatz hinnehmen müssen und weist wegen des schwachen Euro erneut einen Verlust aus. Der Umsatz sank um rund 2 Millionen Franken auf 42,1 Millionen Franken, wobei mit unveränderten Wechselkursen ein Umsatz von 47,7 Millionen resultiert hätte, wie der Anlagenbauer für die Bereiche Widerstandsschweissen und Drahtweben mitteilt.

Der Bestellungseingang schwächte sich im zweiten Quartal leicht ab und lag im Halbjahr mit 38,1 Millionen Franken deutlich hinter den 61 Millionen aus dem ersten Halbjahr 2014 zurück. Für den Rückgang macht Schlatter einen einmaligen Grossauftrag aus dem Vorjahr von 13,7 Millionen, Bewertungskorrekturen auf angefangenen Arbeiten wegen des Eurowechselkurses von 1,7 Mio sowie Transaktionseffekte aus den Währungsverwerfungen von 6,6 Millionen verantwortlich.

Wieder Minus

Der operative Gewinn auf Stufe Ebit blieb derweil mit 2,5 Millionen Franken im roten Bereich, nach einem Minus von 0,5 Millionen im Vorjahr. Schlatter habe auf die abrupte Euroabschwächung reagiert und ein umfassendes Massnahmenpaket aufgelegt, um gegen die Auswirkungen des starken Frankens anzukämpfen, heisst es weiter. Dies sowie die Bilanzstärkung und die Umbewertung angefangener hätten zu einmaligen Aufwendungen in Höhe von 2,5 Millionen geführt. Im zweiten Halbjahr sei mit weiteren einmaligen Kosten in Höhe von rund 1 Million zu rechnen, so Schlatter. Unter dem Strich ergab sich ein Verlust von 2,8 Millionen Franken nach einem Minus von 0,9 Millionen in der Vorjahresperiode.

Mit Blick nach vorne sieht sich die Gruppe im zweiten Halbjahr 2015 bereits heute bis zum Jahresende zufriedenstellend ausgelastet. Für das Gesamtjahr rechnet Schlatter aber nach wie vor mit einem operativen Verlust im mittleren einstelligen Millionenbereich.

(awp/chb)

Anzeige