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Kündigung
Schlechte News für «Tagblatt der Stadt Zürich»

«Tagblatt der Stadt Zürich»: Die Stadt will über die Zukunft ihrer Publikationen nachdenken. (Bild: Tamedia/HZ)

Der Zürcher Stadtrat hat den Vertrag mit der Wochenzeitung als offizielles Publikationsorgan der Stadt Zürich gekündigt. Die Regierung will ihre Publikationspraxis überdenken.

Veröffentlicht am 08.01.2014

Der Vertrag, der die Zusammenarbeit zwischen dem «Tagblatt der Stadt Zürich» und der Stadt Zürich bezüglich amtlicher Veröffentlichungen regelt, trat 1995 in Kraft und wurde seither zweimal um jeweils zehn Jahre verlängert. Letztmals war dies 2005 der Fall. Nun hat ihn der Stadtrat ihn gekündigt. Aufgrund der submissionsrechtlichen Vorschriften dürfe der geltende Vertrag nicht verlängert werden, heisst es in einer Mitteilung.

Der Stadtrat schätze das «Tagblatt» als verlässlichen Partner, der die amtlichen Veröffentlichungen in alle Haushalte trage und daneben den Leserinnen und Lesern einen journalistischen Mehrwert biete, heisst es in der Mitteilung. Neue submissionsrechtliche Vorschriften machten jedoch eine öffentliche Ausschreibung der Konzession unumgänglich.

Überlegungen zu den amtlichen Veröffentlichungen

Der Stadtrat hat deshalb den bestehenden Vertrag gekündigt. In Anbetracht der Komplexität der vorzunehmenden Abklärungen erfolge die Kündigung per 31. Dezember 2016, schreibt der Stadtrat. Er wolle die nächsten zwei Jahre dazu nutzen, um grundsätzliche Überlegungen zu den amtlichen Veröffentlichungen anzustellen.

Das «Tagblatt der Stadt Zürich» erscheint wöchentlich in einer beglaubigten Auflage von 127'355 Exemplaren und erreicht nach eigenen Angaben 142'000 Leserinnen und Leser. Herausgegeben wird es von der Tagblatt der Stadt Zürich AG, an der Tamedia mit 85 Prozent und die Neue Zürcher Zeitung AG mit 15 Prozent beteiligt sind.

(sda/se)

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